Die Verwendung von Sprache…..
Es lebe der Spaziergang. Wenn ich so vor mich hingehe, den Blick auf die Donau gerichtet, auf das noch immer bunter Herbstlaub der Bäume und die Sonne über das Wasser gleitet, dann kommen die besten Gedanken
Einige Gedanken über die Verwendung von Sprache im kreativen Prozess will ich jetzt mit Euch teilen.
Menschen, die grundsätzlich eine negative Wortwahl treffen befinden sich in einem weniger guten Zustand, als Menschen, die eine affirmative oder besser gesagt „absichtsvolle“ und Sprache wählen.
Es ist viel Kritik am rosaroten = positiven Denken geübt worden, oft mit dem Hinweis, dass es nur der Verdrängung diene und nichts bewirke. Dem stimme ich insofern zu, als reine Gedankenkosmetik nichts bewirkt; wenn ich nicht bereit bin zu glauben, was ich sage, hat es keine positive Wirkung, vielleicht sogar eine negative, weil ich mich innerlich der Lüge bezichtige, weil ich mich ja anders empfinde als ich spreche.
Dennoch spricht alles dafür, affirmatives, absichtsvolles oder ausgerichtetes Denken und Sprechen zu üben, um eine Bahnung zu schaffen für das, was wir wirklich wollen. Ähnlich wie ich Autofahren lerne und mich laufend darin übe, lerne ich neu zu denken und neu zu sprechen, neu zu formulieren.
Wenn ich also z.B.: die Affirmation ausspreche:“ ich bin glücklich und gesund“ – mein Zustand derzeit aber „krank und unglücklich“ ist, so werde ich unter Umständen einen inneren Konflikt erleben, weil das was ich sage nicht dem entspricht, was IST. Ich brauche also die Möglichkeit mich meinen erwünschten Zustand entsprechend anzunähern. Dies kann ich dadurch erreichen, dass ich bewusst im inneren Dialog eine Brücke herstelle.
„ Ok. derzeit bin ich krank und ich fühle mich sauer und unglücklich – doch das ist keineswegs das was ich will. Ich bin mir sicher, dass ich glücklich sein will, ich bin mir auch sicher, dass ich gesund sein will. Jeder Mensch will doch glücklich und gesund sein. Ich weiß nicht wie das derzeit gehen soll, aber ich weiß, dass ich es will. Je mehr ich dem Raum gebe, was ich will, umso mehr stärke ich diesen Zustand, also werde ich viel daran denken, dass ich gesund und glücklich sein will. Ich werde mich auf Menschen und Beispiele konzentrieren, die gesund und glücklich sind. Statt sie zu beneiden und sie zu kritisieren und abzuwerten (weil ich nicht habe, was sie haben) werde ich dafür danken, dass es Beispiele von Menschen gibt, die gesund und glücklich sind. Ich werde mich in einen inneren Zustand versetzen, in dem ich mich gesund und glücklich zu fühlen beginne, jedes neue kraftvolle Wort, jedes neue kraftvolle Bild wird mir dabei helfen. Ich werde mich in Menschen hineinversetzen, die mir vorleben, wie es geht. Ich kann ausdrücken, was ich will, ich kann mich innerlich in Szenen versetzen, in denen ich mich gesund und glücklich fühle, ich werde Gesundheit und Glück immer mehr zu meinen gegenwärtigen Empfinden machen. Es wird mir möglich sein zu denken: Ich bin gesund und glücklich. Ich danke dafür.
Alles was ich laufend übe, zeigt Wirkung. Ich werde immer kräftiger werden in meinen Bestrebungen. Das was meinen Bestrebungen entgegengesetzt ist, alte unbewusste Inhalte werden ins Bewusstsein kommen und sich im Licht meiner neuen Erkenntnisse und meines Wollens wandeln. Es gibt mehr als genug Beispiele dafür, dass Menschen glücklich und gesund sein können.
Bildersprache:
Eine Sprache, die besonders wirksam und einprägsam ist, ist die Sprache der Bilder. Hier gilt wie sonst auch, schreckliche Bilder bringen negative Gefühlszustände hervor, lichtvolle, kraftvolle, schöne Bilder stärken gute Gefühle. Es ist heute nahezu jedermann/frau bekannt, dass Visualisieren zu den stärksten Hilfen im kreativen Prozess gehört. Wenn Du etwas willst, dann solltest Du es Dir kräftig „einbilden“.
(Wenn wir also hören: Das bildest Du Dir nur ein – dann sollten wir im Brustton der Überzeugung sagen können: „Klar, das bilde ich mir ein und wie ich es mir einbilde, jeden Tag und immer mehr, denn ich will, dass sich manifestiert, was ich mir wünsche und EINBILDUNG ist ein wunderbarer Weg dorthin“)
Noch einprägsamer als Standbilder ist „animiertes Visualisieren“. Du machst bewegte Bilder, die mit Ton und Licht, Farbe, mit Geschmäckern und Gerüchen, mit taktilen Empfindungen verbunden sind. (Du drehst also einen inneren Film)
Um zu fühlen, ob der Film für dich richtig angenehm ist, steig einfach wie ein/e Schauspieler/in mitten in die Szenen hinein. Wenn Du etwas ändern willst, weil es sich nicht gut genug anfühlt, steig wieder aus der Szene aus, verändere das in der Szene, was Du sinnlich anders haben willst, dann steige wieder in die Szene ein, um zu fühlen, ob es jetzt gut ist.
Welche Sprach- und Bildernahrung nimmst Du zu Dir?
Jede/r prüfe in diesem Zusammenhang, welchen Informationen oder Eindrücken er/sie sich laufend aussetzt:
Welche Bücher liest Du, welche Ausstellung besuchst Du, welche Filme siehst Du, welche Zeitungen liest Du, welche Nachrichten hörst Du etc….
Wenn Du Dir mal klar machst, dass Du mit all den Eindrücken die Du aufnimmst, auch den Gemütszustand und die Glaubenssätze jener mitkriegst, die die Information hervorgebracht haben, dann wirst vorsichtiger mit Deiner „Bilder- und Sprachnahrung“, gleichzeitig wirst Du auch bewusster in dem, was Du hervorbringst und dem anderen anbietest. Selten geht das von heute auf morgen, doch mit zunehmender Bewusstheit, fällt es leichter bewusst zu wählen und bewusst auszudrücken.
Heilende Bilder, heilende Texte, heilende Gesänge, heilende Gedanken, davon kann die Welt eine Menge brauchen.
Wenn Du Dich einer Situation nicht entziehen kannst, bleibe ganz bei Dir, schicke Licht in jede Zelle Deines Körpers und über Deinen Körper hinaus in Dein Umfeld und entscheide Dich bewusst und willentlich nicht zu werten sondern eigene, kraftvolle Gedanken beizubehalten.
„Die Gedanken sind frei“, heißt es schon in einem Volkslied aus dem 18 Jahrhundert. Sie sind frei in beiderlei Richtung. Ich kann denken was ich will, Positives und Negatives. Auch wenn diese Gedanken scheinbar verborgen sind, tragen sie Frucht. Erhebende, lichtvolle Gedanken tragen zu Deinem Wohlbefinden bei.
Es grüßt Euch
Greta


