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  • Wellen und Wunder

    Veröffentlicht am 30 Dezember 2009 von: Greta Adolf-Wiesner
    in Aktuell

    Panta rhei,  wir können nie in denselben Fluss steigen – frei nach  Heraklit, dem Philosophen aus Ephesos. Weder ist das Wasser dasselbe, noch wir selbst.
    Alles fließt und fließt, immer weiter, Wandel und Werden ist unser Sein.
    Damit die Wunder geschehen können ist es wichtig, das zu wissen.
    Denn wo alles statisch, unveränderbar, sich stets wiederholbar – also verlässlich erscheint, dort geschehen die Wunder nicht,– dort geschieht eine Realität, wie wir sie kennen, die wir mit bemerkenswerter Expertise aufrechterhalten. (Wir hätten im Alltag auch eine ganze Menge Probleme, wenn das nicht so wäre.
    Eine verlässliche Welt gibt uns Sicherheit, denn wir finden die Messer immer am selben Platz in der Küchenlade und wir können uns darauf verlassen, dass sich unsere Rückenschmerzen – wenn wir aus dem Bett steigen – verlässlich melden. Unser Auto steht in der Garage und wir können unsere Schwiegermutter immer noch nicht leiden.
    Das ist „Reliabilität“, aber es ist nicht das Vertrauen, das wir brauchen, damit Wunder geschehen.  Vertrauen ist Vertrauen in das , was „noch nicht geschehen“ ist, das wir aus ganzem Herzen erwarten. (weil wir uns genug lieben, damit es für uns geschieht)
    (Dieselbe Unterscheidung könnten wir übrigens auch im Bereich des Wünschens machen, ein Wunsch unterscheidet sich von Kontrolle und Forderung dadurch, dass er „im Herzen wohnt“ –oder wie Spirit oft sagt, Du kannst dem Leben keine Forderungen stellen, es gibt Dir freiwillig worum du bittest)

    Oft habe ich mich gefragt: Warum geschehen die Wunder für einen und für den anderen nicht.
    Alle großen „Heiler“ sagen uns ja dasselbe, sie „kanalisieren“ die Energie, sie stellen die Verbindung zum Ganzen her, sie sind Diener „Gottes“, des Universums und lassen einfach geschehen. Sie bestimmen nicht für wen es wirkt, für wen nicht.
    Offensichtlich geschehen Wunder für jene, die es zulassen können.
    Spirit meint, es sind jene, deren momentaner Ort und deren Horizont (erfüllter Wunsch) in einen Augenblick zusammenfallen, also dort wo Raum und Zeit „kollabieren“. Deren Realität sich also im Augenblick auflöst und einer neuen Realität Platz macht, nämlich der, dass das Wunder geschehen ist. Mit dem geschehenen Wunder treten sie dann wieder in Zeit und Raum und ….wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute….

    Ich erinnere mich an eine Frau, deren  Spirit vermittelte, dass sich ihr Sehen drastisch verbessern würde- und ratet mal was passiert ist, es wurde umgehend schlechter. Das könnten wir eine polare Antwort nennen. Bei näherem Hinschauen zeigt sich Folgendes: Sie hörte: Dein Sehen wird dramatisch besser = ich „muss“ mein Sehen dramatisch besser machen = Spirit ist da draußen und nun muss ich beweisen, dass ich es kann (natürlich tritt das Gefühl von Versagen auf, weil wir denken, wir können es eben nicht) Doch Spirit sagt immer: Bittet darum, dankt dafür und es geschieht. Wunder werden nie „gemacht“ Wunder geschehen. Wir nennen das auch Hingabe.
    Vielleicht liegt es daran, dass Worte immer ein hohes Potential an Trennendem haben, das  in dem Augenblick auftritt, wenn sie ausgesprochen sind und wir uns damit auseinandersetzen.  Es gilt wohl zu lernen, sie als das „EINE(nde)“ wahrzunehmen. Spirit nennt Worte Energieträger, die jene Energie für Dich befördern, die im Augenblick gebraucht wird. Manchmal über einen Inhalt, um zu verstehen, manchmal einfach nur, um die Energie zu fühlen, die die Worte bringen.

    Wie also können wir geschehen lassen?
    Vorerst braucht es mal einen Wunsch, denn wenn unsere subjektiven Erfahrungen reine Freude sind, gibt es keinen Grund, Veränderung zu wünschen. An diesem Wunsch gilt es aber nicht zu klammern, sondern ihn im Herzen wahrzunehmen und entspannt loszulassen, ihn ans große Ganze abzugeben. Loslassen bedeutet, dass wir vertrauen und bereit sind all unsere Glaubenssätze über die Realität hinzugeben, etwas zu erwarten, was uns (bisher) unmöglich erschien, also „empfänglich“ zu sein, wie Spirit es nennen würde. Oft sagt Spirit, dass wir uns Qualitäten wünschen sollen, die unser Leben durchfließen: Freude, Harmonie, Schönheit, Kraft etc…und dass es wichtig ist zu fühlen.
    Nehmen wir also noch mal den Wunsch „eindeutig klar und scharf zu sehen“
    Im Herzen fühlt er sich an wie der Wunsch eines Kindes, also unschuldig, nicht fordernd, einfach gut. Wir könnten auch sagen der Wunsch fühlt sich freudig an, irgendwie positiv  aufregend, wie beim Brief an das Christkind.
    Nun gilt es den Wunsch loszulassen, ihn an die „Wunscherfüllende Instanz“ hinzugeben, das große Ganze, Gott, universelle Kraft, an die Quanten des Lichts…..etc… Das fühlt sich auch leicht und freudig an, voll prickelnder Freude, dass es jetzt geschehen darf. Wieder könnten wir sagen, wir fühlen uns wie Kinder. die das schon fühlen, was sie sich gewünscht haben. Im Herzen ist der Wunsch schon erfüllt, wir freuen uns.
    Spirit: „Alles was ihr wünscht, geschieht in jedem Augenblick, denn alles, was ihr ausdrücken und wollen könnt ,ist jetzt schon da. Um Euer Leben zu meistern, lasst es geschehen. Übernehmt die Verantwortung für das was jetzt ist (=lehnt nichts ab), übernehmt die Verantwortung für das was ihr wollt (= eure Wünsche sind kostbar) und lasst es geschehen (öffnet Euch mit einem Lächeln der Freude für all das Gute, das kommt)“

    Warum fragt sich Mensch also, leben wir in Zeit und Raum, wenn die Wunder jenseits davon geschehen. Weil es gilt diese Dimension in unser Dasein zu holen. Wenn Wünsche sich im Augenblick erfüllen, wird die Welt anders sein. Was machte Kampf, Gier, Sorge, Hass, Existenzangst noch für einen Sinn, wenn es so viel leichter und so viel anders geht?Alles, was wir im Augenblick brauchen ist da und darüber hinaus. Das Universum beliefert uns „gladly“ mit allen Spielzeugen, die das Spiel des Lebens schön machen.

    Zum Abschluss eine kleine NOT-TO-DO Liste für Wunder:

    Etwas ablehnen, sich mit dem befassen, was wir ablehnen
    Werten, Urteilen, Trennen – The bad guys are out there !!!
    (Warum war wohl Harry Potter , Star Wars, Der Herr der Ringe….so erfolgreich: Die Bösen sind immer da draußen  - und die Guten gewinnen, selbstredend)
    Sich anstrengen, bemühen, Verantwortung für das Tun oder Lassen anderer übernehmen (Wem sag ich das wohl? )
    Es machen wollen, Gott Nachhilfeunterricht geben.
    Etwas als unverzeihlich sehen.
    Alle alten, begrenzenden Glaubenssätze (die da unter anderem wären: Ich kann es nicht, für mich geschieht es nicht, ich verdiene es nicht, so einfach kann es doch nicht sein, alles unwissenschaftlicher Quatsch…. etc.)

    Einen guten Rutsch – wo immer hin ihr rutschen wollt!

    Greta, die beim Schreiben wieder mal viel gelernt hat.