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  • Ein Destillat

    Veröffentlicht am 4 Februar 2010 von: Greta Adolf-Wiesner
    in Lichtfluss Nachlese

    Liebe Freunde,

    Zwei Lichtflüsse und ein Seminar in Berlin sind vergangen und ich setze mich an den Computer.
    Ich sehe deutlich im Feld, wie das Licht immer stärker einfließen will, in unsere Körper, in unsere Zellen – wie die Ausschwemmungsprozesse schneller gehen (um Platz zu schaffen für das Neue) und der Verstand immer weniger mitkommt, weil die Energie einfach soviel schneller ist.
    Wie Spirit immer verspricht, werden wir natürlich auch intellektuell angehoben, einfach weil es wichtig ist die Prinzipien zu verstehen , um sie anwenden und weitergeben zu können, dennoch gibt es immer wieder ein Voranschreiten, in dem wir vorerst etwas wagen müssen, bevor wir es auch verstehen können. Das große Wagnis heißt: VERTRAUEN
    Vertrauen, dass jede Hilfe dort ansetzt, wo sie gebraucht wird, dass all das gehen kann, was nicht gebraucht wird und dass der wunderbare Atem, die klaren Worte und Metaphern  Energieträger sind, die uns mit neuen Energien anfüllen.
    Wenn etwas „neu“ ist, müssen wir oft erst lernen uns darin zu bewegen, erste Schritte zu tun, das kann sich seltsam anfühlen – immer wenn Vertrautes geht (und sei es die Vertrautheit des Schweren, Schwierigen, Unangenehmen), werden wir ein wenig „ungeschickt“ oder „irritiert“ – wer sich an seine ersten Versuche auf dem Eis, auf den Pisten, im tiefen Wasser, auf dem Klettersteig, auf dem Pferderücken …erinnert, weiß wovon ich spreche.
    Obwohl wir kein „Karma“ mehr wollen, halten wir an dem Prinzip von Ursache und Wirkung fest – doch um die Wunder zu erfahren, müssen wir selbst diesen Zusammenhang gehen lassen – zumindest vorübergehend. Es gilt wohl, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten und wir werden nicht unserer Übung enthoben, klare, nützliche Gedanken zu denken, klare, gute Gefühle zu erleben, um in unserem Leben zu manifestieren, was Ausdruck einer neuen Welt ist – doch gibt es Situationen, die sich uns zur Verfügung stellen, die so „unlösbar“, oder allen Versuchen zum Trotz, so resistent erscheinen, dass sich uns das Wunder förmlich aufdrängt. Wenn sich Umstände in unserem Leben trotz aller Versuche und Hilfsmittel nicht lösen, dann ist es Zeit ganz hinzugeben und zu VERTRAUEN, dass die Hilfe aus einer Ebene kommt, die nicht unmittelbar mit unserem Denken erreichbar ist.  Denn wüssten wir wie es geht, müssten wir die Wunder nicht bemühen.
    Über diese Notwendigkeit zu vertrauen öffnen wir ein Tor in uns, das vorher verschlossen war, „Sesam“ öffnet sich über die Hingabe an eine größere Kraft, deren Wirken wir uns erschließen wollen. Diese größere Kraft heißt Liebe, wobei das Wort allein nicht genügt, es ist die Erfahrung, die gemacht werden will.
    Im Nachhinein werden wir auch die Wunder verstehen dürfen, ihre „Wirkungsweise“ erkennen, doch das Vertrauen liegt davor, es ist der Sprung den wir wagen müssen, um einen tieferen Blick in die Evolution unseres Bewusstseins zu gewinnen. Es ist wohl auch der Kniefall des menschlichen Denkens vor dem größeren Ganzen, das wir sind – doch erst erkennen müssen.
    Diesen großen Sprung zu wagen hat einen langen Vorlauf. Wir stürzen uns nicht kamikaze-artig ins Licht. Wir üben uns im Wünschen, Wollen, im neuen Denken, in Selbstbestimmung. Wir üben uns in Dankbarkeit, befreien uns von Urteil und Wertung, etc.
    Erst dann begegnet uns das Unbekannte in seiner Tiefe, wenn wir für die Prüfung bereit sind, doch dann braucht es kein Zögern mehr. Wir dürfen davon ausgehen, dass sich uns nun zeigt, was den Schritt in eine neue Dimension erlaubt. Es ist dieses Unbekannte, dem wir jetzt vertrauen, weil wir wissen, dass alle anderen Erfahrungen ausgeschöpft sind und wir nichts Neues mehr erfahren werden wenn wir noch eine Runde drehen. Wir erfahren es dann, wenn wir der Wiederholungen müde sind, wenn „es uns reicht“. Das ist gewiss eine Sterbeerfahrung und in diesem Sinn auch sehr real.
    Im letzten ist es immer die ANGST, DIE STIRBT – aber das wissen wir erst im Nachhinein. Die Angst, die stirbt, macht einer FREUDE Platz, die kein Gegenteil mehr hat, einer Gelassenheit und einer inneren Gewissheit, dass wir ewiges Leben sind und dass uns nichts zerstören kann, auch der berühmte Tod nicht. Und doch haben wir ihn gewählt, den Tod (nicht nur den physischen), als Torwächter und ihn als unseren Begleiter auserkoren, um nicht gefangen zu bleiben in einer materialistischen Weltsicht, die uns glauben lässt, dass wir ein bisschen Haut und Knochen sind, zwar der Affenstube entwachsen (wir holen die Bananen nicht mehr vom Baum, wir kaufen sie im Supermarkt), doch ein kleines Nichts im großen All, ständig in Gefahr bedroht, vernichtet, unterdrückt  etc… zu werden.
    Wir sind mitten in einem  R i e s e n s p r u n g  unserer Entwicklung als Menschheit, wir sind globale Menschen, wir sind betraut mit dem großen Abenteuer, einen Unterschied hervorzubringen. Wir sind es, die – einem größeren Plan entsprechend – erwachen und erkennen, dafür lohnt es sich zu springen, zu vertrauen, zu wagen, zu erkennen, zu lieben…

    Der Verstand will immer Beweise (zumindest meiner), doch wo Neuland ist, kann kein Beweis erbracht werden, hier sind es die Pioniere, die die ersten Landkarten anfertigen werden. Dafür sind alle Hilfen mit uns, wir sollten nicht vergessen sie anzufordern.
    Die Ebene, die Beweise hervorbringt (oft die Wissenschaft) kommt dort an die Grenzen wo die Wunder geschehen, denn dafür gibt es kein Modell. Was nicht wiederholbar und einem dokumentierbarem Verlauf folgend immer wieder gleich geschieht, fällt aus diesem Raster. Das bringt zwar den – beneidenswerten – Umstand der Sicherheit mit sich, ist aber gleichermaßen begrenzt. Wenn wir, einem neuen Weg folgend, uns als KREATIVE WESEN (also als Schöpfergeist) erkennen, dann gilt es zu kreieren und hervorzubringen und nicht mehr so sehr abzusichern und zu analysieren. Anders ausgedrückt, müssen wir die Frequenz wählen, in der wir schwingen wollen.

    Und zur Erinnerung durch den Tag, einige altbewährten Hilfen:

    Licht einatmen, Licht fließen lassen, Licht annehmen und bewusst willentlich ausatmen mit der Haltung alles gehen zu lassen, was Du nicht mehr brauchst.
    Danke für alles, was schon gut in Deinem Leben ist, danke für all die Schönheit, die Dir begegnet, danke für alles, was Du erfahren willst, so als wäre es schon in Deinem Leben.
    Verzeihen ist die Fähigkeit, ziehen zu lassen. Lass alles ziehen, was Dir wehgetan hat, lass die Menschen ziehen, die Dir wehgetan haben, damit Du nicht länger am Angelhaken negativer Emotionen hängst. Erlaube Dir, alle Reaktionen gehen zu lassen und bleibe in Dir verankert.
    Öffne Dein Herz für alles was ist, und erlaube der Liebe,  für Dich zu wandeln, was Dein Kopf nicht wandeln kann.
    Statt Dich mit Dir  „auseinanderzusetzen“, gib alles, was in Dir Konflikt ist, in dieses EINE HERZ, damit es verschmelzen kann und eine neue Ebene zum Vorschein kommt.
    Erinnere Dich: ICH BIN ES. Wenn alles DU bist, macht es keinen Sinn, etwas von Dir auszuschließen oder zu bekämpfen. Es wandelt sich in Dir.
    Stoppe Deine negativen Erwartungen, ersetze sie bewusst und willentlich durch Gedanken, die Dir und dem Ganzen dienen.
    Es hilft, diese Gedanken aufzuschreiben.
    Öffne Dein Herz, um das zu empfangen, worum Du gebeten hast.
    Will nur das Beste für Dich und all Deine Mitmenschen.
    Erinnere Dich daran, dass es die Angst ist, die Illusion ist.
    Was Dich ängstigt hat auf Dauer keinen Bestand, was bleibt ist das Licht.
    Erinnere Dich daran, dass es DEIN Leben ist, das Du lebst. Du lebst es für Dich.
    Weder kann jemand anderer Dein Leben leben, noch kannst Du das Leben eines anderen leben. Sei beherzt.
    Deine wahren Wünsche, Dein wahrer Wille sind göttlich. Gott will das, was Du willst.
    Überprüfe Deine Wünsche auf innere Wahrhaftigkeit.
    Die stärksten Wünsche beziehen sich auf Deine Gefühlsnatur. Du willst Dich wohlfühlen, glücklich sein, frei sein, geliebt sein und lieben.
    Wann immer Du Dich wirklich gut fühlst, sind die Formen im Außen nicht so wichtig und gleichzeitig erstaunlich und überraschend und in Einklang mit Dir.
    Vergiss aber auch Deine materiellen Wünsche nicht, sie dienen Dir  auf ihre Weise.
    Segne alle Menschen und respektiere ihren Weg.
    Dein Vorbild wirkt. Als mächtiges Wesen wirst Du wirksam und sichtbar.
    Die Hilfen sind immer da, Du musst sie rufen und einladen. Denn niemand mischt sich in Deinen freien Willen ein.
    Alte Strukturen gehen lassen kann Dich für Zeiten in ein Gefühl des Alleinseins bringen. Lass die Leere, die Stille zu, sie sind notwendig und sehr nährend.
    Aus dieser Leere (die auch Fülle ist)  entsteht alles Neue.
    Um Dich zu erneuern, werde still.

     

    So long und einen schönen Tag

    wünscht Greta