LF Nachlese 10.3.
Liebe Freunde,
Ich fasse in einem Text zusammen, was gestern der Haupttenor unserer Sitzung war.
Und danke unser aller Spirit für die Präzision und Liebe, die wir immer wieder empfangen.
Wertung , Selbsturteil – Selbstverantwortung und Wahl
Wo liegt der Unterschied zwischen Urteil und Wahl, zwischen Zwang, Verpflichtung und wahren Werten. Wo liegt der Unterschied zwischen Selbstkritik und Selbstverantwortung?
Selbstverantwortung bedeutet, dass ich die Verantwortung für alles übernehme, was in meinem Leben geschehen ist und geschieht. Das setzt voraus, dass ich AKZEPTIERE, so war es, so ist es, so zeigt es sich – statt die Bösen immer im Außen zu lassen, nehme ich alles zu mir zurück und erfahre die große Erleichterung im Zurücknehmen, dass ich JETZT und erst Jetzt wirklich wählen kann. Denn so lange Ablehnung da ist, habe ich nicht die Wahl. Ich bleibe an das gebunden, was ich ablehne und bin daher nicht in meiner Verantwortung. Die so genannte Realität als etwas anzuerkennen, was von mir ausging, heißt nicht, dass ich mich wild und zügellos verurteile, beschimpfe, mich für wertlos halte und mir die Hölle heiß mache. Denn da habe ich nur den Schauplatz von außen in einen Kriegsplatz im Inneren verwandelt. Das macht mein Leben nicht leichter, denn es ist egal, ob ich mich selbst oder jemand anderen kritisiere. Es kommt immer auf dasselbe raus. Schmerz, Scham, Schuld, Unglück sind die Folgen.
Wenn es mir nun gelingt – und wir üben das seit langem fleißig – alles zu mir zurückzunehmen, dann kann ich es ziehen lassen (verzeihen) und es dem Licht übergeben, der himmlischen Kompostierungsanlage, die selbst aus den schlimmsten Gefühlen herrlichen Kompost als Grundlage für Wachstum schaffen wird. Ich halte es nicht gegen mich (und nicht gegen den anderen), sondern ich bin tief dankbar, dass ich es nun „ENDLICH“ gehen lassen kann, ich werde frei und wähle. Ich wähle Frieden, Freude, Gelassenheit, Schönheit, Liebe.
Und es zeigt und entfaltet sich in mir. So ist es.
Nun komme ich in Bewegung. Die Selbstverantwortung ist nicht mehr Schwere oder Strenge, sondern unglaubliche Erleichterung, weil sie mein Handeln und Tun, meine Wahl ermöglicht. Wahl fühlt sich so viel besser an als Forderung oder Anspruch oder Kritik. Ich brauche nicht mehr werten, sondern kann in Ruhe MEINE WERTE leben. Und da ich wählen kann, wähle ich die WERTE, die mir wertvoll sind. Tiefe Entspannung zeigt sich, der Stress geht, nun kann mein Körper heilen, meine Gefühle heilen – alles in mir kann sich öffnen für MEIN LEBEN.
Ich kann nicht bestimmen, was der andere tut, doch ich kann mit Großzügigkeit und gutem Beispiel vorangehen. Wenn ich etwas erfahren habe, was mir gut tat, kann ich es leichten Herzens mit dem anderen teilen. Es nimmt mir nichts weg, es tut mir nicht weh – ich bin vielleicht sogar begeistert zu spüren, was ich alles zu geben habe. Statt den anderen auf den Prüfstand zu stellen und mich eingeengt zu fühlen, statt seine Probleme zu ergründen und mich dadurch gestört zu fühlen, kann ich die Freiheit, die Mächtigkeit in mir, die Wirksamkeit, die Liebe teilen und mich dabei wunderbar fühlen.
Klingt ganz einfach, ist ganz einfach und dennoch REVOLUTION – vollkommenes Umdenken, vollkommene Neuwerdung ist dem vorausgegangen – und auch wenn es noch nicht immer gelingt, es gelingt immer öfter. Wo Wertung geht, geht auch die Angst, auch beim anderen – denn er fürchtet sich nicht mehr vor mir, er weiß, er ist in bester Gesellschaft, ich werde ihn nicht richten, ihn nicht schuld an meinen Verletzungen halten, ich werde ihn aufrichten, durch meine Schwingung, durch meine Kraft. Ich werde ihm Beispiel sein, indem ich meine Verantwortung übernommen habe. Ich werde ihm vorleben, was es bedeutet nicht zu werten, sondern zu wählen. Und ich werde mich glücklich fühlen, denn es wird mir sehr, sehr gut tun.
Alles Elend wird verschwinden.
Alle Tränen werden versiegen und wenn ich weine, nur mehr Tränen der Freude.
Und so wie ich nicht mehr werte, erlaube ich auch nicht, dass irgendjemand mich wertet, mir Vorhaltungen macht, mich klein macht, mir in ewiger Opfermanier und Vorwurfshaltung begegnet. Ich kenne meinen eigenen Wert – denn mein WERT, mein SELBSTWERT ist von nichts abhängig, nicht von den Zuschreibungen der Welt und nicht von meiner eigenen Meinung über mich. Ich bin, was ich war und immer sein werde – ein WUNDERVOLLES Wesen.
Begegnet mir eine Wertung von außen kann ich sie sofort neutralisieren und in meinem Wohlgefühl bleiben. Denn was der andere über mich denkt, ist ohne Bedeutung, wenn ich es nicht annehme. Wenn ich es annehme (z.B.: weil ich fühle, dass darin eine Hilfe verpackt ist), dann darf ich es sofort zu mir zurücknehmen und es in mir wandeln, indem ich eine neue Wahl treffe. Dann bleibt kein Stachel in meinem Fleisch sondern nur Dankbarkeit, dass ich etwas erfahren habe, was mir geholfen hat. Ich danke jenem, der mich aufmerksam gemacht hat und gehe weiter.
Eine schöne Zeit
Greta
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